Kreativ- und Bastelwelt Stuttgart
Die vergangenen 5 Tage waren meine Kollegin A. Heine und ich mit dem Stuttgarter Messeherbst beschäftigt.
In Auftrag und Zusammenarbeit mit den kirchlichen Messediensten haben wir mit unseren Szenen auf den Ursprung des Weihnachtsfestes gedeutet.
Unnötig zu sagen, dass wir "ohne Verkaufsabsichten" dort waren! Ein ruhiger Gegenpol zum geschäftigen Basteln und Kaufen rings um uns her!
Toll war es zu sehen, wie die Passanten/-innen in Sichtweite des Standes kamen, schauten, und ein frohes Lächeln auf ihren Gesichtern erschien!
Mit dem begeisterten Satz "Ich habe auch schon Figuren gemacht" begannen viele gute Gespräche, viele Rückmeldungen auf der Suche nach einem passenden Kurs erreichten uns.
Wir boten eine kleine Bastelaktion an: unser bewährtes Hirtentäschchen. Ca. 120 solcher Täschen wurden gebastelt und am Sonntag waren wir gegen 17 Uhr ratzeputz "leergebastelt".
Am Samstag bot eine Kollegin eine kleine Töpferarbeit an.
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Ökumenischer Kirchentag in München
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ÖKT-Tagebuch: Dienstag, 11. Mai:
Gegen 14 Uhr treffen Asta Heine und ich an unserem Stand L16 in Halle 5 ein, jungfräulich weiß strahlt er uns an.
Das werden wir jetzt aber ändern!
Also erst einmal zur Hallenleitung, Tische und Möbel abgeholt und aufgestellt, so wie es der Standplan sagt.
Nach einigem Tischerücken stellen wir fest, dass das tatsächliche Tischmaß nicht mit dem erwarteten übereinstimmt und wir
müssen umdisponieren. Also bekommen unsere wunderschönen 70er-Figuren auch einen Platz auf einem Tisch, da sie sonst
im wahrsten Sinne des Wortes untergehen würden.
Dann laden wir unser Equipment aus und dank Asta Heines Transportwagen geht das auch ratzfatz.
Inzwischen stößt Jutta Keim noch zu uns und wir bereiten zu dritt die Tische vor. Nachdem wir schon mal einige Kulissen
aufgestellt haben, sieht man schon,"was es einmal werden soll" und wir sind alle drei mit dem Aufbau der Szenen beschäftigt.
Irgendwann ist dann aber für Asta Heine und mich Schluß mit lustig, denn uns beiden knurrt der Magen. Wir beschließen, morgen
weiterzumachen und verabschieden uns von Jutta, die noch weitermachen will, um uns ein Restaurant zu suchen. Bei leckerem
italienischem Essen und einem Gläschen Wein genießen wir das lauschige warme Wetter auf der Freiterrasse beim Italiener...
ÖKT-Tagebuch: Mittwoch, 12. Mai:
Um 10 Uhr finden wir uns wieder am Stand ein, wo heute noch Uta Reich und Rosemarie Hägele mit dabei sind um ihre Szenen
aufzubauen. Jutta hat anscheinend nachts durchgearbeitet, denn ihre Szenen sind schon so gut wie fertig! Jede von uns hat
ein paar ganz besondere Schätze im Gepäck, die gebührend bewundert werden und wo gleich mal die Bezugsmöglichkeiten
ausgetauscht werden.
Asta Heine und ich sind schon relativ früh fertig und beschließen, München zu erobern. Vom Hauptbahnhof aus führt mich Asta durch
die Straßen, wir besuchen die Frauenkirche,die Sankt Peterskirche und schauen uns das Rathaus an, bevor wir uns nach einem Schlenker
über den Viktualienmarkt in Richtung HRC aufmachen. Und - welch Überraschung! - das Hofbräuhaus ist genau gegenüber!!!!
Da gibt's kein Halten mehr, nix wie rein und lecker gegessen und auch getrunken ;)!
Ein kritischer Blick zum immer düster werdenen Himmel sagt uns, das Wetter wird halten und wir machen uns auf den Weg zur Theresienwiese,
wo einer der drei Eröffnungsgottesdienste stattfindet. Ein Helfer drückt uns ein Kärtchen mit nem fetten "B" drauf in die Hand und
schickt uns nach vorne. So, JETZT sind wir irritiert: heißt das "B" "Behindert" (ein entsprechender Bereich auf einer Tribüne ist eingerichtet)
ODER heißt das "Bläser", denn wir landen ganz ohne Instrumente mitten inder Abteilung Blechblasinstrumente, wo es schon mächtig
um uns herum trötet. Hurra.
Auf wundersame Weise wandelt sich das Getröte aber während des Gottesdienstes in wohlklingende Musik und wir genießen und erleben einen
sehr schön gestalteten ökumenischen Eröffnungsgottesdienst.
Im Anschluss daran startet eine gigantische Prozession aller Beteiligten zum "Abend der Begegnung", der ein gigantisches Straßenfest mit
Bühnen und Darbietungen, Ess-Ständen und Mitmachaktionen ist. Wir entscheiden uns, die Auftritte der Wise Guys und Viva Voce, anzuschauen.
Klasse!
Gegen halb elf finden sich alle, alle auf dem Altstadtring ein, wo inmitten eines Lichtermeeres aus Kerzen in den Händen der Gläubigen
der Abendsegen gesprochen wird. Was wür ein wunderschöner Ausklang eines wunderschönesn Tages...
ÖKT-Tagebuch: Donnerstag, 13. Mai (Christi Himmelfahrt):
6 Uhr, Aufstehen, Frühstück, U2 Richtung Messe Ost. Heute ist schon alles überfüllt: Am Bahnhof tausende Leute, teilweise mit großem
Marschgepäck (Isomatte,Schlafsack usw)und quasi jeder trägt (wie ich ;)) einen orangefarbenen Schal mit der Aufschrift des ÖKT-Mottos.
In der U-Bahn packt einer die Gitarre raus und die Jungedgruppe um ihn rum schmettert so einladend ihre Lieder, dass am Ende der ganze Waggon mitsingt.
Ich bin schon mächtig gespannt auf unseren ersten Messetag. Um halb zehn schlendern die Mitarbeiter an den Messeständen über die Agora,
um auch mal zu sehen, was es sonst so gibt. Punkt 10 Uhr strömt dann die Öffentlichkeit herein und wir werden überrannt!
Diese Begeisterung und Freude in den Gesichtern der Ankommenden zu sehen, ist wunderbar. So viel Lob, so viel Interesse an den Figuren, so
viele gute Gespräche: ich bin total überwältigt und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht! Meinen Kolleginnen auf dem Stand
Monika Weber, Dietlinde Hess, Roswitha Maurer, Asta Heine und Uta Reich geht es genauso. Gegen 15.30 Uhr kommen als Ablösung Rosemarie Hägele,
Silvia Dalferth und Jutta Keim auf den Stand und ich ziehe los, etwas Essbares zu suchen.
Aus dem schier unendlichen Programm für den heutigen Tag habe ich mir nur das Großkonzert mit Giora Feidman um 20 Uhr ausgesucht,
aber zum Glück gibt es Asta, die mich auf eine Podiumsdiskussion mit Pater Anselm Grün und Pfarrer Jörg Zink hinweist. Nix wie hin,
auf einen Papphocker geplumpst und die Füße ausgeruht. Rechtzeitig wechseln wir die Halle und kommen in den Genuss des Konzertes mit
Giora Feidman. Nach dem Konzert wäre eigentlich der Plan, wieder zum Abendsegen in die Stadt zu fahren, aber a) regnet es und b) bleibe
ich im Foyer hängen, wo rockige Streichermusik zu hören ist. Ich lasse den Abendsegen Abendsegen sein und freue mich noch zusammen mit einem Freund
über die Band Stilbruch, die uns beide begeistert. Die Jungs erzählen, sie seien "einfach so
angereist" und rocken hier kurz mal die Halle! Genial!
ÖKT-Tagebuch: Freitag, 14. Mai:
Heute muss ich noch früher los als sonst, denn ich habe heute die Aufgabe, den Stand vorzubereiten.
Staubsaugen, Flyer auffüllen, alles nett herrichten... und kaum ist alles fertig, kommen Monika, Rosemarie und Jutta auf den Stand.
Heute ist es etwas ruhiger als gestern, aber schließlich ist auch kein Feiertag. Wir haben trotzdem keine Leerläufe, das Interesse und die
Begeisterung für unsere Arbeit ist riesig!
Gegen Mittag verabschiede ich mich, weil ich "geschwind" heimfahre, alldieweil ich für diesen Abend Karten für's Scorpions-Konzert in Stuttgart habe.
ÖKT-Tagebuch: Samstag, 15. Mai:
Nach einer extrem kurzen Nacht und einem tollen Konzert bin ich am Samstag mit meinem Mann schon um 6 Uhr (igitt, was für eine Hardcore-Zeit!)
wieder auf dem Weg nach München. Aber der Messetag beginnt für mich heute erst um 17 Uhr, wenn wir abbauen. Ich reihe mich also heute mit meinem Mann
in die Besucherschar ein und wir schauen uns München und einige Programmpunkte an.
Rein zufällig kommen wir beim Marienplatz vorbei, wo uns ein Lied von der Spider Murphy Gang entgegenschallt und durch rhythmisches Klatschen
begleitet wird. Wir also der Musik nach. Wir erleben ein Konzert der "Rolliband", 4 junge Menschen mit Behinderung machen Stimmung mit fetziger
Musik, teils gecovert, teils selbst geschrieben. Saustark, wie ein befreundeter Arzt gerne sagt! Nach dem Konzert werden CDs verkauft
und "wir geben auch Autogramme!", was wir natürlich nicht verpassen wollen. Anschließend zeigt der "Zirkus Farfalle" beeindruckende
Akrobatik, Jonglage und Clownereien. Der Zirkus Farfalle besteht aus einer Gruppe Menschen mit geistiger undoder körperlicher Behinderung und
ihren beiden Betreuern.
Wir kommen um 15.30 Uhr wieder auf dem Stand der ABF an, der immer noch stark besucht ist! In anderen Hallen haben schon viele
Aussteller abgebaut, schade eigentlich! Kurz nach 17 Uhr schließen wir freundlich, aber bestimmt unseren Stand und beginnen mit dem Abbau.
Wie schnell das geht, ist irre! Schon um halb acht sind wir fertig und verabschieden uns alle voneinander!
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